Gion District Kyoto
Japan,  Travel

Kyoto – Gion Viertel

Nach einem guten Frühstück brechen wir wieder gegen ca. 11 Uhr vormittags auf um uns auf den Weg zu Kyoto`s Altstadt, dem Gion-Viertel zu machen.

Dort ist das traditionelle Kyoto noch am sichtbarsten und manch ein Gebäude sehr alt. Zudem ist es eines der Geisha-Viertel der Stadt.

Also laufen wir los zu unserer zweiten Bahnstation, denn heute fahren wir mit einer anderen Bahn.

Fushimi, Kyoto
Auf dem Weg zur Bahnstation in Kyoto.

Wir stiegen in den nächstes ankommenden Zug ein und merkten bald, dass es der falsche ist. Wenigstens fährt er in die richtige Richtung. Also muß ich umdisponieren und schaue schnell in meine Mappe, in der ich alles gesammelt habe (Karten, Zugverbindungen, Adressen). Wir steigen an der Kiyomizu-Gojo Station aus und nehmen spontan den Bus. So ist der Plan.

Doch erstmal die Busstation finden. Und an der richtigen versuchen die Buspläne zu lesen.. Garnicht so einfach in Japan. Aber irgendwie erwischen wir dann doch den richtigen und steigen erleichtet ein. An der Busstation Gojozaka Bus Stop steigen wir wieder aus und laufen das letzte Stück zu Fuß.

Denn wir wollen unseren Spaziergang beim Kiyomizu-dera beginnen, einem buddhistischen Tempel. Auf dem Bild unten sieht man ihn schon von weitem:

Gion-Viertel in Kyoto mit Blick auf die Kiyomizu Pagode

Ist das nicht schön? Und die Straße so schön leer. Denn erst später bemerken wir, dass es noch eine Parallelstraße gibt, die voll ist mit Touristen. Schnell gehen wir wieder zurück zur ersten und genießen die Ruhe.

Ich hole mir auf dem Weg noch ein Taiyaki. Das ist ein süßes Gebäck in Fischform mit – mal wieder – süßer Bohnenpaste. Meins ist es nicht so..

Fisch Gebäck in Kyoto, Japan
Gebäck in Fischform: Taiyaki

Am Tempel blühen noch ein paar späte Kirschbäume und natürlich lassen sich einige davor fotografieren. Was ja auch verständlich ist, denn blühende Kirschbäume sind Mitte April eine Seltenheit in Kyoto.

Also nutze auch ich die Gelegenheit..

Kiyomizu dera Tempel in Kyoto mit Kirschbaum
Unter einem Kirschbaum in Kyoto, Japan
Kiyomizu dera Tempel in Kyoto
Kiyomizu dera Tempel
Kiyomizu dera Tempel

Von dort aus folgt man einfach den Touristenmassen und biegt rechts in die Sannenzaka, eine der beiden berühmten Straßen des Gionviertels:

Gion Viertel in Kyoto
Sannenzaka

Auf der Straße entdeckten wir den Gewürzladen Ochanokosaisai, der recht beliebt zu sein schien. Wir kauften dort Chilisesam, welchen man auf den Reis streut. Er schmeckt so lecker, dass wir versucht haben vor kurzem etwas von dort zu bestellen. Aber da die Seite nur auf japanisch ist, haben wir irgendwann aufgegeben. Die Teriyaki-Sauce, die es hier in Deutschland zu kaufen gibt, schmeckt übrigens ähnlich.

Unten ein Bild von dem Gewürz im Laden (ganz links):

Ochanokosaisai - Gewürzladen in Kyoto, Gion
Ochanokosaisai – Gewürzladen in Kyoto, Gion

Wir ließen uns treiben und schauten in das ein oder andere Geschäft. Bald bogen wir ab in die zweite berühmte Straße: Ninenzaka.

Gion Viertel in Kyoto
Gion Viertel in Kyoto

In einer kleinen Gasse rechts lag ein kleiner öffentlicher Garten mit Teich. Hier ließ sich der ein oder andere Tourist in geliehenem Kimono ablichten. Diese konnte man sich an jeder Ecke für ca. 20 Euro am Tag ausleihen.

Gion Viertel in Kyoto

Ich fand die Kimonos so schön, dass ich mir später sogar selber einen in einem Secondhand-Shop kaufte. Wo, das verrate ich euch ganz unten.

Bald bekamen wir Hunger und machten uns auf die Suche nach einem Restaurant.

Tipps für die Restaurantsuche:

  • Wählt niemals ein Restaurant, das leer oder halbleer ist. Diese sind meist nicht so gut und haben deswegen so wenig Kunden. Besser eines wählen, welches voll ist oder eine Schlange davor steht. Und keine Angst, ihr müßt nicht lange warten. Die Schlangen verkürzen sich sehr schnell, da man in Japan gleich nach dem Essen bezahlt und geht.
  • Schaut immer, ob es vor der Tür eine Karte mit Preisen gibt bzw. ob im Schauffenster bei den Gerichten die Preise dabei stehen. Ist das nicht so, dann besteht die Gefahr, dass die Gerichte sehr viel kosten.

Dieses mal sollten es Ramen (japanische Nudelsuppe) werden und zwei Straßen weiter fanden wir ein kleines, nettes Restaurant (es hieß Hisago) dass sich darauf spezialisiert hatte.

Ramen in einem Restaurant in Kyoto, Gion-Viertel
Ramen in einem Restaurant in Kyoto, Gion-Viertel

Danach spazierten wir gemütlich weiter und genossen die Ruhe. Denn hier liefen weniger Touristen herum.

Gion Viertel in Kyoto
Gion Viertel in Kyoto

Das Japaner Perfektionisten sind, sieht man auch an ihren Vorgärten:

Japanischer Vorgarten in Kyoto
Japanischer Vorgarten in Kyoto

Bald kamen wir wieder auf die Shijo-dori, die Hauptstraße Richtung Gion-Shijo Station. Hier war wieder normaler Alltag eingekehrt mit Verkehr und Hochhäusern. Dennoch erblickten wir an jeder Ecke schöne Dinge, wie hier an der Ampel das Tor zum Yasaka Schrein:

Yasaka-Jinja Shrine Nishiromon Gate in Kyoto, Gion Viertel

Wir hatten aber noch anderes auf dem Plan, also mußten wir uns von dem Anblick losreissen und gingen weiter Richtung Fluß.

In Kyoto gibt es so viele schöne Dinge zum Anschauen, dass wir nach unserer Reise gesagt haben, dass wir beim nächsten mal gleich nach Kyoto fliegen und wir dort zwei Wochen bleiben.

Raubvogelfütterung am Fluß

Aber jetzt hatten wir noch etwas ganz anderes besonderes vor. Ich hatte in einem Reiseblog gelesen, dass man am Fluß Kamo, welcher direkt beim Gion-Viertel liegt, Raubvögel füttern könne. Das soll sogar Glück bringen.

Also liefen wir zum Fluß und von dort aus Richtung Norden eine Station weiter zur Sanjo Station. An diesem Bahnhof ist eine Brücke, auf die man gehen soll. Natürlich hatten wir vorgesorgt und uns Coktailwürstchen mitgenommen. Diese gibt es in den Kombinis (Minisupermarkt).

Brücke am Fluss in Kyoto zur Raubvogelfütterung
Fluß Kamo

Es war uns erstmal etwas peinlich, weil wir die einzigen mit dieser Idee waren. Der erste Wurf von der Brücke war auch etwas zaghaft und die Raben freuten sich riesig über das gefundene Futter.

Aber die Raubvögel waren nicht weit und spätestens mit dem dritten Wurf hatten sie begriffen, dass es etwas zu fressen gibt. Das letzte Würstchen fing dann einer im Flug auf. Besondern mein Sohn fand die ganze Sache natürlich Spitze!

Schaut also mal beim Fluß nach den Raubvögeln.. Sie sind überall.

Aber Raben gibt es noch mehr. Kyoto ist wohl die Stadt der Raben. Über diese schönen Vögel berichte ich euch bald mehr.

Kimono Secondhand-Shop

Nun hatten wir den Zuhausegebliebenen aber versprochen, dass wir uns noch nach einem Secondhand-Shop für Kimonos umsehen. Und wie der Zufall so will, war genau in der Bahnstation einer bei der die Brücke war!

Er befindet sich im Zwischengeschoss des Bahnhofes Sanjo Station und heißt Tansuya.

Dort fand ich sogar Kimonos für 10 Euro. Es gibt aber auch neue und da ich einen ganz speziellen in rosa für mich suchte, kaufte ich schlußendlich einen Gebrauchten für 10 Euro und einen Neuen in rosa für mich für 100 Euro.

Langsam wurde es Abend und wir wollten noch zu einem Ziel: zum Bamboo Forest, einem Bambuswald bei Kyoto. Darüber berichte ich euch im nächsten Beitrag über Japan.

Eure Tatjana <3

P.S. Hier geht es zu allen Berichten über Japan: KLICK.

P.P.S. Werbung, da Markennennung und Verlinkung (selbst bezahlt).

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