Japan,  Travel

Nara – die Stadt der Rehe

Ihr kennt das vielleicht von Deutschland: es gibt eingezäunte Parks und Wälder, in denen zahme Rehe leben. Man kann dort spazieren gehen und sie ein bischen bewundern.

In Japan ist alles etwas extremer.. Hier leben Rehe mitten in einer Stadt. Ohne Zäune. Da fragt man sich wie das funktioniert? Gibt es vermehrt Unfälle? Was fressen sie? Sind sie zahm? Das verrate ich euch in diesem Beitrag.

Aber von Anfang an: heute, an Tag 7, wir sind immer noch in Kyoto, machen wir alles etwas langsamer und entspannter.

Wäsche waschen auf japanisch

Ich versuchte mich erstmal im Wäsche waschen. Mit einer japanischen Waschmaschine.. kein leichtes Unterfangen! Zwar lag eine auf englisch übersetzte Bedienungsanleitung daneben, doch trotzdem war ich mir nicht wirklich sicher, welche Knöpfe die richtigen sind. Ich drückte und machte und sie startete wirklich ihr Programm. Am Ende kam gewaschene Wäsche heraus, es hatte wohl funktioniert. Aber ob das jetzt 30, 40 oder 60 Grad waren weiß ich bis heute nicht.

Waschmaschine in Japan mit Anleitung
Waschmaschine in Japan mit Anleitung

Kyoto – die Stadt der Raben

Beim anschließenden Wäsche aufhängen auf dem Balkon fiel es mir wieder auf: Kyoto ist wahrhaftig die Stadt der Raben.

Wenn man Vögel hörte, dann sie. Sie waren überall und man hörte sie den ganzen Tag.

Hier ein Video vom Balkon aus zum Entspannen und Raben lauschen:

Am Ende des Videos hört ihr die Warntöne einer Zugschranke bevor sie heruntergeht. (Für alle, die das interessiert.)

Mittagessen aus dem Kombini (Minisupermarkt)

Zum frühen Mittagessen holten wir uns etwas aus dem Minisupermarkt (Kombini) nebenan. Ich wollte nämlich mal das dortige Sushi & Co. probieren.

Es gab einiges an Auswahl:

Ich schnappte mir die letzte Sushipackung und mein Sohn nam eine Portion gebratene Nudeln.

Immer noch waren wir fasziniert von den Snacks..

Aber wir kauften lieber nichts davon. Eher deckten wir uns mit Süßigkeiten ein..

Übrigens kann man in Japan nicht zunehmen. Durch die fettarmen Gerichte wie Ramen und Sushi und die viele Bewegung habe ich sogar abgenommen, obwohl ich wirklich geschlemmt habe.

Zuhause probierten wir dann unsere Gerichte und ich muß sagen, sie schmeckten sehr lecker.

Viel, viel besser als die Sushipackung aus unseren Supermärkten. Was schlicht und einfach an der Zubereitung und Art des Reises liegt. In Deutschland wird er nur lieblos gekocht und ist dadurch sehr trocken.
In Japan wird er etwas anders zubereitet. Wie genau verrate ich euch mal in einem extra Beitrag.

Gestärkt ziehen wir dann langsam los und ich zeige den anderen noch den Fushimi Inari Schrein. Mittags ist hier natürlich die Hölle los..

Wir fahren nach Nara

Daher gehen wir nicht weit und drehen bald um. Von der Inari Station aus fahren wir mit einem Bummelzug nach Nara. Das dauert eine Stunde und er hält wirklich überall. Aber auch das muß man mal erlebt haben.

Es ist Wochenende (Samstag) und im Zug geht es sehr viel entspannter zu als unter der Woche. Kaum jemand muß zur Arbeit, alle haben Freizeitklamotten an und der ein oder andere schläft.

Als wir in Nara ankommen ist es nicht mehr weit bis zu der Ecke, zu der wir wollen:

Adresse:
48 Noboriojicho, Nara, 630-8213, Japan
Das ist die Adresse des buddhistischen Tempel Kofukuji. Bei diesem beginnt der Bereich, in dem sich die Rehe wohlfühlen. Denn dort ist es etwas grüner mit vielen Bäumen.

Denn Nara ist eine Großstadt wie jede andere. Mit Hochhäusern, viel befahrenen Straßen usw. Geht ihr aber vom Bahnhof aus die Sanjo dori Street entlang, kommt ihr früher oder später dort vorbei.

Auf der rechten Seite ist ein See und auf der linken der Tempel mit Pagode. Dahinter befindet sich der Noborioji Park mit Bänken, wo sich die meisten Rehe aufhalten. Auf der Straße Sanjo dori haben wir bis dorthin keines gesehen.

Kofukuji - Buddistischer Tempel in Nara
Kofukuji – Buddistischer Tempel in Nara
Pagode des Kofukuji Tempels
Ein riesiges Gebäude..
Rehe im Noborioji Park
Mittagsschläfchen

Am Rand des Parkes kann man Futter kaufen und damit die Rehe füttern. Wir bekamen von einem japanischen Touristen welches geschenkt und versuchten auch unser Glück. Die Rehe, die Hunger haben, kommen von alleine auf einen zu und schauen einen an. Hat derjenige nichts, gehen sie wieder. Die meisten haben ein Nachmittagsschläfchen unter einem großen Baum gehalten.

Wir ruhten uns dort ein wenig aus und beobachteten beide: Touristen und Tiere. Natürlich eine tolle Sache für Kinder! Nach einiger Zeit wollten wir weiter zu einem japanischen Garten und gingen dafür wieder Richtung Straße.

Dort warteten Reh und Mensch bis die Ampel grün wurde. Naja, Reh wartete nicht ganz so lange und ging etwas davor los, so dass ein Auto bremsen mußte. Aber man ist das hier wohl gewohnt, da es die Rehe seit mehreren hundert Jahren in Nara gibt.

Damals ließ die Familie Fujiwara einen Schrein (Kasuga Taisha) bauen. Diese werden von Gottheiten geschützen und in diesem Fall wurden die Götter mit Hirschen in Verbindung gesetzt. So durfte niemand die Rehe im Wald der Familie jagen. Über viele Jahre hinweg haben die Tiere die Scheu vor dem Menschen verloren und leben heute mit ihnen Seite an Seite. Der Bestand bleibt interessanterweise immer gleich.

Eine schöne Sache. Wir kauften uns noch ein Eis beim Eiswagen nebenan und machten uns dann auf die Suche nach dem japanischen Garten in der Nähe..

Davon erzähle ich euch im nächsten Beitrag über Japan.

Eure Tatjana <3

P.S. Werbung, da Markennennung (selbst bezahlt).

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