Blick auf die Hochhäuser bei der Tokyo Station
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Japan – Tokio: Flug, Ankunft und Tipps

Ihr wollt wissen, wann man am besten einen Flug nach Japan bucht, welche Reisezeit die beste ist oder braucht Tipps für den Langstreckenflug?
In diesem Beitrag erzähle ich euch ausserdem von unserer Ankunft in Tokio, wie wir die Ferienwohnung gefunden haben und was man in der Tokyo Station den lieben langen Tag so alles machen kann.
Wem das noch nicht reicht, dem verrate ich ausserdem, wie man am besten vom Flughafen der japanischen Hauptstadt in die Stadt fährt und wie man sich in Restaurants verhält.

Aber nun von Anfang an..

Flüge buchen

Wir haben unsere Flüge nach Tokio ungefähr ein Jahr im Voraus gebucht, weil wir auf der sicheren Seite sein wollen. Dann sollte es für den Hinflug ein Direktflug sein und diese sind, wenn sie günstig sein sollen, schnell vergriffen. Wer nichts gegen eine Zwischenlandung hat, kann auch noch 6 Monate vor dem Starttermin buchen.

Wichtig war mir zudem, dass wir am Flughafen Tokio-Haneda landen, da dieser kleiner ist und etwas näher an der Stadt gelegen. Der etwas größere Flughafen Tokio-Narita ist weiter weg, so dass man ca. 1 Stunde mit der Bahn in die Innenstadt benötigt. Von Haneda aus nur ca. 15 Minuten!

Gebucht habe ich die Flüge bei skyscanner.

Flugtafel im Flughafen München
Blick aus dem Flughafen auf das Flugzeug
Unser Flugzeug wird startklar gemacht.

Unser Flug

Unser Flug war für 16.20 Uhr am ersten Osterferien-Samstag angesetzt und war daher auch recht voll. Es flogen eine Handvoll Kinder mit, ein paar Jugendliche, einige Nerds und Japaner. Letztere hatten wohl in Deutschland Urlaub gemacht und flogen wieder heim. Am Gate amüsierte sich eine ältere japanische Gruppe recht gut, während die Deutschen in sich versunken da saßen. Wir waren schon so gespannt, wie die Einwohner des Landes so sein werden!

Alles klappte wie am Schnürchen und bald startete das Flugzeug. Wir flogen mit Lufthansa (eigentlich ANA, aber durchgeführt von Lufthansa) und waren neugierig, wie die Fluggessellschaft ist. Zu Beginn kam mir alles recht eng vor und die Sitze waren mir ein wenig zu gerade. Wie sollte ich da schlafen? Etwas schade war, dass die Decke, die jeder bekam, sich alt und rau anfühlte. Deutsche Sparmaßnahme? 😉 Das Kissen dazu war aber recht neu und wurde gleich für den Rücken genutzt.
Die Crew war sehr freundlich und hat uns jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Auf dem Hin- und Rückflug.

Das Bordprogramm war gut und am Essen konnte ich auch nicht meckern. Denn:

Meine Flugtipps:

Sondermahlzeiten
Bis ca. 72 Stunden vor dem Flug kann man kostenlos bei der Fluggesellschaft eine Sondermahlzeit auswählen. Wählbar ist zb vegetarisch, asiatisch-vegetarisch, vegan, glutenfrei, usw. Dadurch bekommt man sein Essen immer lange vor allen anderen, was sehr praktisch ist. Wenn man die indische Küche mag und nichts gegen eine leichte bis mittlere Schärfe hat, dann empfehle ich die asiatisch-vegetarischen Gerichte.
Nachteil der ganzen Geschichte ist: man bekommt nicht die nationalen Gerichte des Landes. Bei einem Flug nach Japan wäre das mindestens einmal (Hin- oder/und Rückflug) japanisch gewesen.

Nackenkissen
Nehmt euch ein Nackenhörnchen mit! Aber nicht irgendeines, sondern eines, welches etwas höher ist. Also Nackenhörnchen + Mini-Nackenhörnchen obendrauf. Abgeschaut habe ich mir das auf dem Hinflug und mir auf dem Rückflug am Flughafen in Hongkong selber so eines zugelegt. Im Internet sind sie noch nicht so leicht zu finden, daher hier ein Link von mir: KLICK. Durch dieses hat man weniger Halsschmerzen, da es den Kopf gerade hält.

Schlafen
Gehe aber grundsätzlich davon aus, dass du schlecht schläfst auf einem Langstreckenflug. Denn man merkt doch einiges: mal geht einer am Gang an dir vorbei, dann stöhst der hinter dir beim Umdrehen an deiner Lehne an, usw. Trotzdem sollte man, sobald die Crew das Licht ausgemacht hat, versuchen zu schlafen. Allein das Augen zu machen und ausruhen ist besser als die ganze Nacht Filme durchzuschauen. Die Zeit vergeht trotzdem wie im „Flug“, da man doch irgendwann mal wegdöst.

Schlafmaske
Und natürlich darf eine Schlafmaske nicht fehlen. Ich habe mir diese hier besorgt: KLICK, welche schön weich ist und gut verstellbar. Sehr praktisch auf einem Flug, da immer mal wieder irgendwo das Licht angeht.

Hoodie
Was das Hören betrifft, da kann ich einfach mein Hörgerät ausschalten. Für alle anderen: überlegt euch was. Ohrstöpsel, Kapuzenpullover (Hoodie) oder alles auf einmal. Letzteres hatte ich trotz meines Hörgerätes trotzdem an, einfach um die Kapuze überzustülpen und sie bis zu meiner Nase zuzuschnüren um noch mehr Ruhe zu haben.

Jogginghose
Zieht euch für den Flug etwas Gemütliches an: Jogginghose, Hoodie.. Ihr könnt euch ja für die Ankunft etwas Zivilisierteres einpacken und dort auf der Flughafentoilette anziehen.

Dicke Socken
Nehmt dicke Socken mit! Die Klimaanlage im Flugzeug ist nämlich sehr hinterhältig. Auf dem Hinflug war mir recht warm, aber auf dem Rückflug war ich sehr froh, welche dabei zu haben. Zieht eure Schuhe aus, macht es euch gemütlich und schaut euch was Schönes an.

Filme laden
Lade dir ein paar Filme auf dein Handy. Klar, im Flugzeug gibt es meist einige deutsche Filme zum anschauen. Aber auf dem Hinflug fand ich einfach nichts interessantes für mich. Es gab jede Menge, war ja eine deutsche Fluggesellschaft. Aber ich wurde mit keinem Film warm.
Zum Glück habe ich mir vorher vier Filme auf das Handy geladen und war nun auch bedient.

Was ich auf meiner nächste Reise ausprobieren werde:
Ich werde doch tatsächlich mal diese Kompressionsstrümpfe ausprobieren. Denn ich habe es ab und zu in den Beinen gespürt das Fliegen. Ich mußte sie im Schlaf immer mal wieder ausstrecken und hatte ab und an das Restless-Legs-Syndrom (RLS), also ein leichtes Kribbeln in den Füßen sowie einen Bewegungsdrang. Das kann durch eine gestörte Blutzirkulation und Sauerstoffversorgung kommen. Vielleicht hilft es ja..

Und ich werde keine Bücher mehr mitnehmen. Ich habe nicht eines angerührt auf meiner gesamten Reise. Es sei denn ich bin in einer internet- und filmfreien Gegend..

Blick auf die Hochhäuser bei der Tokyo Station

Wir sind in Tokio!!!

Nach einem ruhigen Flug und einem Frühstück um gefühlt halb zwei Uhr nachts (Zeitumstellung) sind wir um ca. 10.50 Uhr vormittags gut in Tokio gelandet.
Es war bewölkt und milde 20 Grad warm. Die Ankunfthalle von Tokio Haneda ist schön übersichtlich klein und da wir keine Termine haben, können wir in Ruhe alles aufsuchen:
– den Busschalter um ein Ticket zu kaufen
– den ATM-Automaten um Geld abzuheben
– das Klo um sich umzuziehen und frisch zu machen
– den Schalter für den Wifi-Router
(unbedingt in Deutschland noch buchen, da nicht immer was da ist)

Ich hatte mich für den Limousinenbus entschieden, da ich wußte, dass ich nach einer langen Flugnacht nicht gleich imstande bin mich mit dem etwas komplizierteren Bahnnetz Tokios auseinanderzusetzen.
Bei diesem kann man das Gepäck unten reinlegen und sich gemütlich hinsetzten und die Aussicht genießen. Wir entschieden uns für einen, der direkt zur Tokio Station durchfuhr.
Das hatte mehrere Gründe: zum einen konnten wir erst um 16 Uhr nachmittags in unsere Ferienwohnung und mußten bis dahin die Zeit totschlagen und zum anderen konnte man an der Bahnstation so einiges machen:

Tokio Station

Diese Station ist NICHT der Hauptbahnhof von Tokio, auch wenn sie so heißt. Es gibt weitaus größeres Bahnstationen in der Stadt, wie zb Shinjuku Station. Was man dort alles machen kann:

Koffer abgeben
Man kann am JR-Schalter sein Gepäck abstellen (kostet ein bischen was), sollte aber früh genug da sein. Denn viel Platz ist dort nicht, aber bei der Kitchen Street ist noch ein Abstellplatz, der allerdings etwas mehr kostet. War uns egal, hauptsache wir waren die schweren Koffer los.

JR-Pässe aktivieren lassen, Reservierungen & Suica Card Kids
Neben der Gepäckstelle des JR-Bereiches ist auch ein Schalter, wo man seinen JR-Pass für den Tag oder ab einem anderen Tag aktivieren lassen kann. (Den JR-Pass kauft man bereits in Deutschland und kann mit diesem 7 oder 14 Tage lang mit den meisten Zügen durch ganz Japan fahren.) Dort kann man dann auch gleich seine Reservierungsliste vorlegen und alle Zugplätze reservieren lassen. Denn nicht alle Züge in Japan verfügen über Waggons mit Plätzen ohne Reservierung. Und dann steht man da, weil man nicht einsteigen kann. Wohingegen in Bummelzügen gar keine Reservierung möglich ist.
Zuletzt konnte ich dort die Suica Card für meinen Sohn besorgen. Denn die für Kinder muß vor Ort geholt werden.

Restaurant in der Tokyo Station
Restaurant in der Tokyo Station

Kitchen Street
Hier gibt es einen Bereich im Untergeschoß, der sich Kitchen Street nennt. Dort hat man dann eine Auswahl an verschiedenen Restaurants. Aber bedenkt: in Japan gibt es nur spezialisierte Restaurants. Entweder gibt es nur Sushi, oder nur Ramen/Udonsuppe oder nur … usw. Wir haben es letztendlich so gelöst, dass jeden Tag ein anderer aussuchen durfte, wohin wir zum Essen gehen. Heute sollte es Suppe geben:

Udon-Nudelsuppe in Tokio
Lecker!

Wie funktioniert das in den Restaurants?
Man wartet am Eingang bis man einen Tisch zugewiesen bekommt. Anschließend bekommt man meist eine japanische und eine englische Karte und heißen Matcha-Tee (Eltern) oder ein Glas Wasser (Kinder) -> das ist immer umsonst. Nun sucht man sich etwas aus, irgendwann kommt der Kellner wieder und dann bestellt man (auf das Bild zeigen, viele Kellner können zwar Englisch, aber einige dann doch weniger). Später kommt das Essen und man erhält dazu eine in Folie eingepackte feuchte Serviette.
Wenn man mit dem Essen fertig ist, bleibt man nicht sitzen und quatscht noch drei Stunden, sondern man steht zügig auf und geht wieder zum Eingang. Dort ist immer eine Kasse, an der ein Mitarbeiter steht und wo man zahlt. Trinkgeld wird nicht gegeben, das bekommt man nur wieder.
Es war aufjeden Fall lecker! 🙂

Characterstreet der Tokyo Station

Character Street
Nun hatten wir noch eine Stunden Zeit und machten uns auf die Suche nach der Tokyo Character Street, welche auch im Untergeschoss sein sollte. Offiziell genannt „First Avenue Tokyo Station“ ist das ein Bereich mit vielen Läden welche Spielzeug und Mangafiguren anbieten.
Heute war Sonntag und entsprechend viel los. Aber das ist Sonntags überall in Tokio so. 🙂

Laden in der Characterstreet in der Tokyo Station

PDF-Plan der Tokio Station: KLICK

Weg zur Ferienwohnung

Und nun wurde es ernst. Nachdem wir uns ein paar Stunden in der Tokio Station vergnügt hatten, mußten wir nun zum allerersten mal mit der Bahn fahren.

Suica Card
Dazu hatte ich uns in Deutschland bereits Suica Cards besorgt (HIS-Reisebüro). Das sind Karten, auf die man Geld aufläd und mit denen dann problemlos Bahn fahren kann. Vor jedem Bahngleis gibt es Schranken, an die man diese Karte bei Abfahrt und Ankunft draufhält und dadurch wird der Betrag, der die Fahrt gekostet hat automatisch abgezogen. Empfehle ich jedem, der in Tokyo mit der Bahn fährt. Denn es gibt sehr viele verschiedene private Bahnbeitreiber und daher lohnt sich ein Tagesticket nicht. Zudem ist es umständlich, wenn man für jede Strecke extra ein Ticket kauft.
Die Suica Card kann man wie gesagt in Deutschland vorsorglich kaufen (zb im HIS-Reisebüro) oder in Tokyo am Automaten.
Wo man nicht drumherum kommt ist das Aufladen der Karte, wenn sie leer gefahren worden ist. Dazu gibt es bei zb Wanderweib.de eine tolle Anleitung. Geht aber sehr einfach und schnell, da auch auf Englisch möglich.
Achtung: Kinder brauchen eine eigene Karte, welche man nur in Japan kaufen kann!
Total süß ist, dass es dann immer zwitschert, wenn Kinder durch die Schranken gehen. 🙂

Achtung: Tokio und seine Bahnhöfe

Ich stand eine geschlagene halbe Stunde vor dem Plan des Tokyoter Bahnnetzes und fand einfach unsere Haltestelle für die Ferienwohnung nicht mehr. Ich wußte einfach nicht mehr wo unsere Bahn los fuhr und wie wir dahin kommen sollten. Und dabei blieb es: Was mich in Tokio, so schön es dort auch ist, immer wieder wahnsinnig gemacht hat, waren die großen Bahnhöfe. Wir wußten oft länger nicht wo was war und wo wir waren.
Dazu gibt es mehrere (einfache) Lösungen:
– frage jemanden (und dir wird gerne geantwortet, Japaner sind sehr hilfsbereit)
– gehe raus aus dem Bahnhof und orientiere dich neu

Dabei sind die Systeme recht einfach:
Die einzelnen Stationen der Linien sind nummeriert und jede Linie hat eine eigene Farbe. Zudem gibt es tausend Schilder auf Englisch mit Wegweißern und eben diesen Farben.

Und trotzdem hat es mich wahnsinnig gemacht. 😉 Einmal war die Bahnstation sogar ausserhalb des Bahnhofes..

Also haben auch wir irgendwann die Idee gehabt jemanden zu fragen und so ging es weiter Richtung Ferienwohnung.

Unsere Ferienwohnung

Diese war etwas ausserhalb an der Ichinoe Station. Diese ist in der Nähe des Disneylands und man fährt mit der grünen Shinjuku-Line ca. 20-30 Minuten dorthin.

Und: wie wir dort erkannten, war unsere Wohnung ein Haus! Und das in Tokio. Wir staunten nicht schlecht.

Ferienhaus in Tokio
Das weiße Haus ist unser Ferienhaus in Tokio.
Wohnzimmer des Ferienhauses in Tokio
Wohnzimmer des Ferienhauses in Tokio

Wir hatten sowohl ein Schlafzimmer mit westlichen Betten als auch ein Tatamizimmer. Letzteres war recht angenehm, weil morgens die Sonne schön hereinschien, aber mir persönlich zu hart zum schlafen.

Wir packten noch etwas aus und gingen dann recht schnell schlafen abends. Was mir nachts passierte, erfahrt ihr im kommenden Beitrag.. 😉

Eure Tatjana <3

Ward ihr schon mal in Japan? Wie erging es euch? Ich freue mich auf Kommentare von euch! 🙂

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