Wanderweg zum Tarjatörl am Drachensee
Österreich,  Travel

Seebensee & Drachensee

Diese Wanderung stand seit Mai auf meiner Liste und ich wollte sie mit meiner Freundin Steffi zusammen machen. Sozusagen zum 40. Geburtstag statt der Feier, aus der dieses Jahr nichts mehr wurde. Doch wie das so ist, passt entweder das Wetter nicht oder keiner von uns hatte frei.

Aber an diesem Freitag (21. August) sollte es endlich soweit sein. Meine Freundin kommt aus München und ich aus der Ammerseeregion und so treffen wir uns genau in der Mitte. Um 9 Uhr war ausgemacht und mit Berufsverkehr wurde daraus 9.20 Uhr.

Adresse Parkplatz:

Dr.-Ludwig-Ganghofer-Straße 66, 6632 Ehrwald, Österreich
Parkgebühren: keine

Um 9.30 Uhr fuhren wir mit der Bergbahn von Ehrwald zur Ehrwalder Alm. Der Grund dafür war einfach: es sollte sehr heiß werden und daher wollte ich mittags am Drachensee sein. Zudem macht es mehr Spaß, wenn man nicht schon nach der Hälfte der Strecke im Eimer ist. Und genauso war es dann auch.

Bergbahn Station Ehrwalder Alm in Ehrwald mit Blick auf die Zugspitze
Talstation Ehrwald mit Zugspitze

Und was für ein Anblick gleich bei der Talstation: links die Zugspitze und rechts der Vordere Tajakopf (auf dem Bild nicht zu sehen). Zwei Bergmassive, die sich gegenüberstehen.
Das Bergbahnticket kostet einfach nach oben 13 Euro. (Runter wollten wir laufen, so hatten wir keinen Zeitstress).

Ehrwalder Alm und Bergbahnstation
Bergstation und Ehrwalder Alm

Wanderweg zum Seebensee und Drachensee:

Wir wollten direkt zum Seebensee und folgten einfach der Beschilderung Richtung Coburger Hütte, die an jeder Wegkreuzung stand. Dazu sind die Wanderwege gut in Schuß, so soll es sein. Zum Seebensee sind kaum Höhenmeter zu bewältigen, wir laufen eher auf einer Zwischenebene.
Bald zweigte sich der Weg: rechts ging es zur Coburger Hütte und links zur Coburger Hütte über das Tajatörl. Letzteres dauert länger und ist schwieriger mit Geröll sowie wenig Schatten. Wir wählten den Weg ohne Tajatörl. Er ging immer wieder durch den schattenspendenden Wald:

Wanderweg von der Ehrwalder Alm zum Seebensee
Schöne Waldwege zum Seebensee

Nach einer Stunde waren wir am Seebensee:

Seebensee
Der Seebensee kommt in Sicht.

Zeit für ein kleines Päuschen und etwas Brotzeit. Die Coburger Hütte kann man von hier aus schon sehen! Es sind übrigens viele Radfahrer unterwegs, die am Seebensee ihre Räder abstellen. Denn ab hier sind keine mehr erlaubt. Wanderer treffen wir dafür bis zum See eher weniger. Ab dort dann aber umso mehr.

Seebensee
Seebensee

Frisch gestärkt und vor allem neugierig machen wir uns bald wieder auf den Weg. Denn jetzt geht es 1 Stunde lang steil bergauf:

Wanderweg vom Seebensee zum Drachensee
Könnt ihr die Coburger Hütte entdecken?
Seebensee
Blick auf den Seebensee
Die Coburger Hütte ist in Sicht!
Fast geschafft!

Oben erwartet uns ein herrlicher Ausblick auf den Drachensee:

Drachensee
Drachensee
Coburger Hütte
Coburger Hütte

Nach einem erfrischenden Getränk und dem ein oder anderen Gespräch mit anderen Wanderern zog es uns zum See. Denn wir wollten reinspringen.

Drachensee
Steffi und ich am Drachensee
Links: Steffi, rechts: ich
Drachensee

Er ist schmerzhaft kalt, aber wenn man ein paar mal kurz rein- und wieder rausgeht, ist es zu ertragen. Die Steine sind recht spitz, dadurch schaut es immer sehr lustig aus, wenn sich jemand in den See wagt.

Dann geht es wieder zurück. Wir entscheiden uns weiterhin nicht die Rundtour übers Tajatörl zu machen, weil es jetzt immer heißer wird und dort kein Schatten ist (baumloser Wanderweg). Auf dem Bild unten erkennt ihr den Wanderweg dorthin:

Wanderweg zum Tarjatörl am Drachensee
Der Wanderweg Richtung Tarjatörl

Also zurück zum Seebensee und dort machen wir nochmal Halt bei der Seeben Alm. Dort ist es ruhiger und um einiges gemütlicher. Wie das eben immer so ist bei den Almen auf halber Höhe.

Ausblick von der Seeben Alm
Seeben Alm
Seeben Alm

Anschließend ging es weiter zur Ehrwalder Alm zurück, wir gingen diesen Wanderweg: KLICK

Von der Ehrwalder Alm und zugleich der Bergstation aus gab es zwei Wege ins Tal: rechts den Fahrweg (unbetoniert) und links einen etwas breiteren Wanderweg. Eigentlich schauten sie gleich aus. Wir nahmen den linken Weg.

Wanderweg von der Ehrwalder Alm ins Tal
Der Weg von der Ehrwalder Alm ins Tal.

Nach einer halben Stunde waren wir unten (18.30 Uhr).

Die Fahrt nach Hause dauerte etwas länger als die Hinfahrt morgens. Steffi fuhr über Garmisch-Partenkirchen nach München. Dort ist leider abends immer Stau. Und ich fuhr über Reutte und Füssen nach Hause. Hier war bis Reutte zwar kein Stau, aber man konnte durch das höhere Verkehrsaufkommen nur 70 km/h fahren. Bei der Grenze ging es durch ein Nadelöhr am Grenzbeamten vorbei, es wurden aber fast alle durchgewunken. Dadurch kam es zu keiner Wartezeit. Ich war nach 2 Stunden zuhause und Steffi nach 2,5 Stunden in München. (Statt 1,5 Stunden).

Fazit:
Eine wunderschöne Tour und durch die Fahrt mit der Bergbahn nach oben auch nicht anstrengend. So wie wir gelaufen sind kann man auch mit Kindern gehen.
Wir waren froh das Tajatörl ausgelassen zu haben. Dies kann man eher im Herbst oder an kühleren Tagen probieren.
Ich würde die Strecke nochmal gehen. Und das will was heißen.

Strecke: 8,5 km (mit einfacher Fahrt mit der Bergbahn nach oben)
Dauer: 5,5 Std.
Aufstieg: 530 Hm
Abstieg: 900 Hm
Mount Everest oder Einsamkeit: Vom Tal bis zum Seebensee ruhig, ab dort dann voller.

Eure Tatjana <3

Werbung, da Namensnennung und Verlinkung (selbst bezahlt).

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