Akihabara, Elektroviertel von Tokyo
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Japan – Tokyo: Akihabara, das Viertel für Gamer

Tag 3 unserer Japanreise: nachdem wir gestern unsere Ferienwohnung in Tokio bezogen haben und abends recht früh ins Bett gefallen sind, wachen wir heute morgen ausgeschlafen auf und siehe da: die Sonne scheint!
Also erstmal die mitgebrachten Cornflakes aus dem Koffer gekramt und mit der mitgebrachten Milch gegessen. Das ist übrigens ein Ritual von mir: auf jede Reise nehme ich Cornflakes, Milch, Nudeln und Pesto mit sowie Nudelsuppe, Puddingpulver, Salz, Zucker und Instantkaffee.
Denn man weiß ja nie, was man in den Ferienwohnungen vorfindet und ob man noch rechtzeitig dazu kommt einkaufen zu gehen.
In diesem Fall war es eine sehr gute Idee, da wir in Japan keine Cornflakes oder Semmeln/Brot in den Kombinis gefunden haben. Zu großen Supermärkten haben wir es nicht geschafft.

Die Nudeln mit Pesto haben wir übrigens erst in Kyoto gegessen, da wir in Tokyo keinen Herd zur Verfügung hatten sondern nur eine Mikrowelle und einen Minibackofen. Das wußte ich aber vorher schon und wir haben ehrlich gesagt auch keinen Herd vermisst. Die ersten Tage zumindest.

Denn wo gibt man gerne Geld für Restaurants aus? Wir aufjeden Fall in Japan. Denn japanisches Essen ist so lecker und ich war schon sehr gespannt darauf!

Das Bad ist ein bischen anders aufgeteilt wie bei uns in Deutschland: Das Klo ist immer ganz woanders (in Tokyo war es fast im Wohnzimmer, getrennt durch eine Schiebetür). Dusche und Waschbecken befanden sich hier im Flur und direkt dahinter die Dusche mit Minibadewanne.

Da ich eingeplant hatte, dass wir uns vormittags viel Zeit lassen, sind wir gegen 11 Uhr ausgehfertig und verlassen das Haus Richtung Bahnstation.
Mitte April ist das Wetter sehr angenehm: milde 20 Grad und in unserem Fall Sonnenschein.

Weg von der Ferienwohnung zur Bahnstation in Tokio
Weg von der Ferienwohnung zur Bahnstation in Tokio

Auf dem Weg begegnen uns alle 10 Meter ein Getränkeautomat, welche wir auch recht oft benutzen. Denn die Getränkeauswahl ist groß (oft sind auch heiße Getränke dabei) und sie sind recht günstig (130 Yen/1 Euro für einen Apfelsaft/Fanta/Cola, 100 Yen/80 Cent für Wasser).

Getränkeautomat in Japan
Getränkeautomat in Japan

Und wohin führt uns der Weg zuallererst in Tokyo? Natürlich nach Akihabara! Das ist DAS Elektroviertel der Stadt und interessant für Gamer und alle die es werden wollen. Dazu fahren wir ein paar Stationen und laufen über eine Brücke. Schon sind wir da!

Akihabara, Elektroviertel von Tokyo

Hier gibt es sehr viele Hochhäuser, die jeweils bis zu 10 Stockwerke hoch sind und alles für das Gamerherz haben.

So schaut es in einem Elektrokaufhaus in Tokyo aus
Eines der Kaufhäuser in Akihabara, dem Elektroviertel von Tokyo. Hier finden Gamer alles.
Eines der Kaufhäuser in Akihabara, dem Elektroviertel von Tokyo. Hier finden Gamer alles.
Eines der Kaufhäuser in Akihabara, dem Elektroviertel von Tokyo. Hier finden Gamer alles.

In den kleineren Gassen verteilen Maids Flyer und versuchen Männer allen Alters in die Maid Cafes zu locken.

Maids werben für Maidcafes in Akihabara

Man kann sich hier treiben lassen und hier und da reingehen. Insgesamt waren wir am ersten Tag ca. 3 Stunden dort. Zwei Tage später kamen wir nochmal her, da wir ins Final Fantasy Cafe wollten und am ersten Tag dafür zu spät waren. Wie das mit dem Final Fantasy Cafe funktioniert erzähle ich euch jetzt:

Final Fantasy Cafe in Tokyo

Reservierung:
Man MUSS dafür Plätze reservieren, ohne kommt man nicht rein. Entweder macht man das online hier: KLICK, oder man geht hin. Mir war es online zu kompliziert, daher habe ich es dort versucht.
Wichtig ist, dass man VOR 11 Uhr vormittags dort ist (offiziell macht es erst um 11.30 Uhr auf, aber die Schlange ist lang) und dann für den Tag Plätze reserviert.

Man kann vor Ort nur für den Tag Plätze reservieren, nicht für einen anderen Tag!

Wir waren um 11.10 Uhr da (ein Mittwoch) und haben noch Plätze für 14 Uhr bekommen. Bis dahin haben wir uns die Zeit in Akihabara vertrieben.

Wie findet man das Cafe?
Das ist garnicht so einfach. Klar, wenn man es auf Google gefunden hat, steht dort auch eine Adresse: 1 Chome-1-10 Sotokanda, Chiyoda City, Tokyo 101-0021, Japan. In Google Maps eingeben und los gehts.
Wenn man bei der Adresse ist, dann sieht man von aussen aber nichts vom Cafe. Auch kein Schild. Dort ist ein anderes Cafe im Erdgeschoss. In dieses geht ihr rein und sucht nach der Treppe. Denn das FF-Cafe ist im ersten Stock und ist nur über die Treppe zu erreichen. Der Fahrstuhl fährt kurioserweise nur in den zweiten Stock und höher.
Und mein Tipp: schaut nicht auf die Hausnummer. Mit denen verhält es sich etwas komplizierter in Japan. Ihr könnt euch praktisch nur auf Google Maps verlassen. Besorgt euch also vorher einen Wifi-Router. Wie ihr einen bekommt, könnt ihr zb bei Wanderweib.de lesen.

Final Fantasy Cafe in Tokyo
Final Fantasy Cafe in Tokyo

Prozedere beim Essen:
Für 14 Uhr mußten wir um 13.45 Uhr schon da sein und uns in die Schlange stellen. Jeder bekam schon mal ein Tablet mit allen Gerichten (auf japanisch) und jeder Tourist zusätzlich eine Karte auf Englisch.
Kurz vor 14 Uhr mußten alle, die davor da waren, rausgehen und wir durften rein.

Uns wurde ein Platz zugewiesen und dort konnten wir dann mit dem Tablet unsere Getränke und das Essen bestellen. Derweil erzählte eine Frau etwas auf japanisch und es gab ein Gewinnspiel.
Unser Essen kam recht schnell und hat superlecker geschmeckt. Es ist auch nicht teuer sondern im normalen Rahmen. Dafür ist es aber sehr schön angerichtet und für alle, die keinen Reis mögen, es gibt auch Spagetthi mit Tomantensauce. Leckere alkoholfreie Cocktails gibt es auch.

So bestellt man im Final Fantasy Cafe in Tokio
Mit dem Tablet bestellt man sein Essen.
Essen im Final Fantasy Cafe in Tokyo
Essen im Final Fantasy Cafe in Tokyo

Immer wieder kam eine Mitarbeiterin und lies uns verpackte Karten ziehen, die wir behalten durften (Sammelkarten). Diese gibt es wohl nur in dem Cafe und einige Japaner gehen nur deswegen dorthin.

Übrigens waren recht wenig westliche Touristen dort, eher junge Japanerinnen und Japaner.

Achja, ich wollte euch ja noch verraten, was mir in der ersten Nacht in Japan passiert ist:
Ich bin irgendwann aufgewacht (Jetlag) und lag so da.. Dann vibrierte mein Bett plötzlich! Ich dachte mir, oha, das geht aber schnell mit dem ersten Erdbeben in Japan. Und: wie soll ich jetzt wieder einschlafen?!
Aber nach einer Weile war mir klar: solange keine Sirenen zu hören sind, wird es schon nichts schlimmes sein.
Es vibrierte noch ein paar mal, aber dann schlief ich wieder ein.
Am nächsten Morgen wachte ich bei Sonnenschein auf und das Bett vibrierte extrem stark. Aber die Lampe wackelte zb nicht. Seltsam..
Später fand ich dann heraus, dass immer wenn sich jemand im Haus bewegt, das Bett vibriert! Wir haben wohl in einem sehr alten Haus gewohnt. Oder aber es war eines, dass sich an Erdbeben anpasst? Gibt es sowas?

Wisst ihr mehr darüber?

Eure Tatjana <3

Nächste Woche erzähle ich euch von DER Kreuzung in Tokyo 😉

Werbung, da Markennennung (selbst bezahlt).


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