Blaukraut-Baguette
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Blaukraut-Baguette

Blaukraut oder Rotkraut? Eigentlich sollte es doch Lilakraut heißen, oder? Im Englischen heißt es Red Cabbage, die haben sich also auf Rotkraut geeinigt. Ich sage auch eher Rotkraut als Blaukraut. Wie ist das bei euch?

Also das Rotkraut-Baguette. Ich habe ehrlich gesagt noch nie mit Rotkohl gebacken. Gekocht natürlich: Rotkraut hergestellt. Was ja ziemlich einfach geht. Wenn sich wer für das Rezept interessiert, einfach melden. Aber gebacken.. Müßte eigentlich so ähnlich funktionieren wie bei dem Pinken Rote Beete Brot, oder?

Hierfür benötigt man aber lediglich den Saft des Gemüses. Entsafter habe ich keinen im Haus und jetzt? Nachbarin hat auch keinen, aber den Tipp, dass man es kochen und in ein Tuch schütten soll. Und es stimmt: früher, als es noch keinen Entsafter gab, musste es ja auch gehen..
Also habe ich mal recherchiert. Im Prinzip kann man alles an Obst und Gemüse entsaften. Man muss es nur mit etwas Wasser in einem geschlossenen Topf kochen lassen, ggf. pürieren und dann durch ein zb Geschirrtuch tropfen lassen.

Beim Rotkohl ist das etwas einfacher. Diesen habe ich in kleine Stücke geschnitten, mit wenig Wasser in einen Topf, Deckel drauf, eine Weile kochen lassen und dann mit einer Kelle das bläulich verfärbte Wasser abgeschöpft. (Aus dem Rotkohl wurde übrigens Rotkraut mit Knödel und Rouladen, auch meine ersten Rouladen!). Bevor ich abschweife gehts hier zum Rezept 😉

Ist übrigens auch gut für die Resteverwertung.

Blaukraut-Baguette
Blaukraut-Baguette
Blaukraut-Baguette
Blaukraut-Baguette
Blaukraut-Baguette

Rezept für Blaukraut-Baguett

1 Rotkohl
550 g Mehl
14 g frische Hefe
1 EL Zucker
2 TL Kümmelsamen
50 g Buttermilch
18 g Salz
3 EL Öl

Den Rotkohl klein schneiden und mit etwas Wasser (500ml) in einen Topf geben. Deckel drauf und ca. 10 – 15 Minuten kochen lassen. Das Wasser dürfte jetzt blau sein. Giesse mit einem Schöpfer 300 ml davon ab und wenn du das Rotkraut weiterkochen möchtest (zum essen) giesst du einfach wieder Wasser nach (plus Nelken, Lorbeerblätter, Essig usw.). Aber wir beötigen nur die 300 ml Blaukrautsaft.

Natürlich kannst du auch einfach einen Entsafter nehmen.
Den Saft abkühlen lassen bis er lauwarm ist.

Das Mehl gibst du in eine Schüssel und machst eine Mulde hinein. Hefe hineinbröckeln und 125 ml Rotkrautsaft hinzugeben. Den Zucker noch dazurühren (nur in der Mitte, das Mehl am Rand bleibt) und alles für 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen (Heizung oder Bett).
Derweil kannst du den Kümmel mit dem Messer etwas klein schneiden und im einer zweiten Schüssel den restlichen Rotkohlsaft zusammen mit der Buttermilch, dem Salz, dem Olivenöl und dem Kümmel verrühren.

Alles zum Mehlhefegemisch geben und gut durchkneten bis ein glatter Teig entsteht. Du kannst gerne noch etwas Mehl dazu nehmen.
Den Teig wieder in einer Schüssel für 30 Minuten gehen lassen und danach in drei Teile teilen.
Diese längliche Würste rollen und nebeneinander auf ein Backblech legen. Und nochmal ca. 15 Minuten gehen lassen.

Derweil kannst du den Ofen vorheizen: 200 Grad (Umluft).
Nach der viertel Stunde schiebst du die Baguettes in den Ofen. Nach 15 Minuten schaltest du die Temperatur auf 180 Grad herunter und bäckst sie noch einmal etwa 10-20 Minuten.

Fertig!

Sie haben jetzt eine schöne Kruste und sind innen violett 🙂
Passend dazu wäre eine grüne Avocadocreme oder -scheiben. Farblich bestimmt schön!

Es schmeckt frisch gebacken und noch halbwarm superlecker.

Eure Tatjana <3

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